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Friday, February 2nd, 2018

Denkmalgeschütztes València

Valencia verfügt über eine ordentliche Anzahl an Gebäuden, die aufgrund ihrer architektonischen Charakteristiken unter besonderem Schutz stehen und die Viertel, zu denen sie gehören, beleben

La-Ceramo

València protzt mit einigen der schönsten Gebäude des spanischen Jugendstils, aber alle architektonischen Strömungen kommen in einer historischen Stadt zu Geltung, die sich darauf versteht, ihr Erbe zu bewahren. Zudem haben die zwei Prachtstraßen, die Gran Vías Marques del Túria und Fernando el Católico entscheidend dazu beigetragen, eine Vielfalt an Stilen zuzulassen, während man bei einem Gang durch das Ensanche Viertel das Gefühl hat, sich wieder am Anfang des Jahrhunderts zu befinden. Die Stadt vergrößert sich immer noch, bewahrt jedoch gleichzeitig respektvoll ihr kulturelles Erbe, trotz der Schwierigkeiten, historische Fassaden zu erhalten.

Es sind ca. 30 Jahre vergangen seit die Stadt den letzten Plan General de Ordenación Urbana, also den allgemeinen, städtischen Flächennutzungsplan verabschiedet hat (der erste stammt aus dem Jahr 1988), weshalb sich nun die Debatte über die Notwendigkeit der Aktualisierung der Gebäude, die unter Denkmalschutz fallen, aufkommt. Nachstehend finden Sie eine Liste an Gebäuden, die als Bien de Relevancia Local, also als für die Region von hoher Bedeutung angesehen werden und deshalb unter besonderem Schutz stehen. Diese Werke, die jeder von uns wahrscheinlich schon mehr als einmal passiert hat, ohne den Blick zu heben beleben die Viertel, in welchen sie gebaut wurden.

La Ceramo

Eine alte Keramikfabrik, die im Benicalap Viertel die Zeit überdauert hat, obwohl dessen Öfen schon seit einiger Zeit kalt sind. Gegründet im Jahr 1889 durch die Familien Ros und Urgell wurde hier Porzellan und Keramik von gehobener Qualität produziert, darunter für emblematische Gebäude wie den Mercado de Colón, den Mercat Central oder das Ayuntamiento (Rathaus). Die Architektur der Fabrik selbst weist einen hohen Stellenwert auf, angefangen bei der Fassade im Neo-Mudejarstil, die der Grund dafür war, dass in der Gemeindeverwaltung beschlossen wurde, das Gebäude unter Denkmalschutz zu stellen, auch wenn noch nach dessen zukünftiger Verwendung gesucht wird. Es besteht aus einem privaten Wohnbereich mit einem 573 m² großen Grundstück, der für 800.000 Euro zum Verkauf steht.

Casa de los Dragones

Casa-de-los-Dragones

Ein magischer Ort, an dem Drachen in den Zierleisten versteckt schlafen, auch wenn das Haus aktuell Wohnungen und preisgünstige Geschäfte beinhaltet. Gelegen am Eck der zwei Straßen Calle Sorní und Calle Jorge Juan mitten im Ensanche-Viertel von València, ist das am hervorstechendste Element dieser Immobilie dessen Dekoration, bei welcher kleine Figuren in drachenähnlicher Form (die Dracs) vorhanden sind. Zudem gibt es florale Motive und sogar eine geflügelte Lokomotive. Das Haus wurde 1901 von José María Manuel Cortina gebaut und ist ein Juwel des spanischen Jugendstils mit neoklassischen Elementen.

Finca Roja (zu deutsch: „der rote Wohnblock ”)

Finca-Roja

Den Namen verdankt die Immobilie der Farbe der Ziegelsteine, die ihre Blockfassade bedecken und welche mit Elementen aus Keramik kombiniert wurden. Die Finca Roja ist ein Wohnkomplex, welcher sich im Jesús-Viertel befindet, seinen eigenen Häuserblock bildet und über einen Innenhof verfügt. Der Komplex wurde zwischen 1929 und 1933 nach den Bauplänen des Architekten Enrique Viedma Vidal gebaut, wodurch er die Stile Rationalismus und Expressionismus förmlich aufgesogen hat, jedoch in einer Mischung aus beiden. Vor einem Jahrzehnt schlug die Verwaltung dessen Restaurierung vor, um alle Elemente zu vereinen, ein Prozess, welcher im Jahr 2010 abgeschlossen wurde.

Calle Olba

Calle-Olba

In diesem Fall handelt es sich nicht um ein einziges Gebäude, sondern um eine Arkaden-Gruppe. Einst bildeten diese einen kleinen, ländlichen Dorfkern, von dem Beweise sich in einem Großteil der Straße wiederfinden lassen. An einer Häuserfassade überlebte beispielsweise ein 12-teiliges Heiligenbildnis aus Keramik, die den Schutzheiligen San Vicente Ferrer zeigen. Es handelt sich um eine Bastion der Geschichte, deren Verfall sich beschleunigen wird, wenn sich kein neuer Verwendungszweck für sie findet- auch, wenn sie unter Denkmalschutz steht- da bereits die Bürgerinitiativen das Marxalenes Viertel anprangern. Hier müssen schleunigst Ideen auf den Tisch!

 

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