Wo? (Ort oder Ref. RMG)
0000
Ergebnisse
Thursday, July 27th, 2017

BBVA Research 2017: Der Immobilienmarkt verzeichnet einen Zuwachs von 10% (nicht nur im Wohnungssektor)

Prognosen zufolge steigen die Immobilienpreise um rund 3 prozent in 2017 und liegen am Jahresende bei einem Preis von 1,570 Euro pro m2.

Immobilienmarkt

VALENCIA. In 2017 wird sich die Zahl der Hausverkäufe auf 500,000 Transaktionen belaufen, was ein Anstieg von 10% im Vergleich zum Vorjahr bedeutet mit einer Aufwärtsrevision von drei Prozentpunkten im Hinblick auf das vergangene Quartal. Diese Prognosen gehen aus der alljährlich von BBVA Research erstellten Studie ‘Spanish Real Estate Outlook’ hervor.

Dennoch betrifft diese Steigerung voraussichtlich nicht nur den Wohnimmobilienmarkt. Außerhalb des Wohnungsmarkts und im gewerblichen Sektor wurden im ersten Quartal 13,567 Verkäufe durchgeführt, was umgerechnet aufs Jahr einen Anstieg von 19,5% impliziert. BBVA Research 2017 zufolge erreichten die Transaktionen in Büros 24%, während sie in Lagerhallen und Geschäftsräumen bis auf 10% anstiegen.

Aus der Studie geht außerdem hervor, dass die Preise im Jahresdurchschnitt um die 3% ansteigen und am Jahresende bei 1,570 Euro pro Quadratmeter liegen werden, ähnlich wie das, nach Angaben des spanischen Ministeriums für Öffentliches Arbeiten und Verkehr, auch im Jahre 2004 der Fall war.

Nach Ansicht der Bank zählen die zunehmende Arbeitsplatzschaffung, der größere Optimismus in den Haushalte im Hinblick auf die Entwicklung der wirtschaftlichen Lage, der niedrige Zinssatz und die steigende Auslandsnachfrage, welche derzeit eine Lösung gefunden hat den durch den Brexit verursachten Geschäftsbetrieb einzuschränken, zu den Faktoren, die den An- und Verkauf begünstigen werden.

Geographische Vielfalt

Kumuliert ist jährlich bis März 2017 ein deutliches Wachstum zu verzeichnen, welches über dem nationalen Durchschnitt in Asturias, Baleares, Cantabria, Castilla-La Mancha, Cataluña, Extremadura und Madrid liegt. Am schlechtesten sind die Datensätze in La Rioja, wo der jährliche kumulierte Umsatz im ersten Quartal auf 3,2% abfiel und in Murcia, wo er um 2,9% anstieg.

Das Wachstum des Markts in allen Nachfragesegmenten wird größtenteils angekurbelt durch den Verkauf von Hauptwohnungen, welcher um 20,8% angestiegen ist, durch eine Zunahme der Nachfrage ausländischer Bürger von 15,3% und durch einen Anstieg an Zweitwohnungen von 13,1%.

Ausländische Käufer

Auch wenn sich der Rückgang an Wohnungskäufen englischer Bürger fortsetzt (7,4 Prozentpunkte weniger als in 2016), sind sie unter den Ausländern, welche eine Wohnung in Spanien erwerben, noch immer die Hauptabnehmer. Die Unsicherheit, welche der Brexit mit sich bringt und die Wertminderung des Britischen Pfunds haben sich scheinbar auf den Immobilienmarkt ausgewirkt.

Im Gegensatz dazu gewinnen andere Nationalitäten zunehmend an Bedeutung in 2017. 9,6% der Ausländer die eine Wohnung in Spanien kaufen sind Franzosen (1,8% mehr als im Vorjahr). Eine weitere Nationalität die ansteigt ist die italienische mit 6,1% aller Käufe. Der Anteil Deutscher stieg um 0,7 Prozentpunkte auf 7,7% an und der der Belgier stieg um 0,8 auf 6,9%.

 

Artikel zu: