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Ensanche

Der Ursprung dieses klassischen Viertels geht auf den Abriss der Stadtmauern Valencias zurück, von denen die Altstadt im Jahr 1865 noch umgeben war. Von diesem Zeitpunkt an entstand hier beinahe aus dem Nichts eine Reihe von modernistischen Herrschaftshäusern. Der Bau von Hauptverkehrsstraßen trug dabei zu einer raschen Urbanisierung bei. El Ensanche entstand im Stil des aus Barcelona stammenden Plan Cerdá, einer ortogonalen Anordnung von großen Wohnblöcken und Häusern. Der Stadtbezirk El Ensanche besteht heute, laut der Klassifizierung des valencianischen Rathauses, aus drei Vierteln: Ruzafa, El Pla del Remei und Gran Vía. Gewöhnlicherweise, und aufgrund der historischen Entität Ruzafas (bis 1877 eine eigenständige Gemeinde) und seiner spürbaren Verschiedenheit verglichen mit Pla del Remei und der Gran Vía, werden die letzteren beiden Viertel oft unter dem Namen “Ensanche” zusammengefasst.

El Pla del Remei ist eines der exklusivsten Stadtviertel Valencias. Das Viertel erstreckt sich von der Calle Colón bis hin zur Gran Vía Marqués del Turia, sowie von der Calle Ruzafa bis zu den Jardines del Turia und kann aufgrund seiner Anzahl an modernistischen Gebäuden relativ einfach erkannt werden. Die Calle Colón ist die Haupteinkaufsstraße von Valencia und für ihre vielen Geschäfte und Kaufhäuser bekannt. Doch auch die nähere Umgebung bietet eine Vielzahl verschiedener Geschäfte, vor allem in den exklusiven Straßen Jorge Juan und Cirilo Amorós. Ein Paradebeispiel des Jugendstils findet sich hier im Mercado de Colón wieder. Die historische Markthalle wurde bereits zum Monumento Nacional (nationales Kulturdenkmal) ernannt und in 2003 durch eine umfangreiche Kernsanierung in eine luxuriöses Einkaufshalle verwandelt.

Das Viertel Gran Vía formt ein Dreieck, dessen Seiten von den Straßen Gran Vía Marqués del Turia, sowie den Avenidas Antic Regne de València und Jacinto Benavente gebildet werden. Mit seinen zahlreichen modernistischen Wohnhäusern und Gebäudekomplexen ähnelt es stark dem Pla del Remei und verfügt außerdem über eine Reihe von privaten Schulen. Die Calle Conde Altea ist berühmt für ihre große Auswahl an Restaurants, obwohl diese auch im restlichen Viertel vorzufinden sind. Auf der Calle Salamanca und insbesondere auf dem Platz, der am nähesten am Plaza Cánovas del Castillo liegt, befindet sich eine Fülle von unterschiedlichen Bars. Obwohl das Nachtleben hier voller Leben ist, hat sich hier, seit den strengeren Auflagen im Bezug auf Öffnungszeiten und Lizenzen, in den letzten Jahren einiges geändert.

Sowohl der Pla del Remei als auch die Gran Vía liegen direkt neben den Jardines del Turia. Deren Entstehungsgeschichte ist äußerst eindrucksvoll: Nachdem eine Überschwemmung die Stadt im Jahr 1957 überflutet hatte, entschied man sich dazu, den Fluss in den Süden außerhalb der Stadt umzuleiten.

Die kostenspielige Umleitung des Flusses dauerte bis 1972 an, doch als die Arbeiten endlich abgeschlossen waren, hatte das leere Flussbett keinen Verwendungszweck mehr. Infolgedessen wurde beschlossen, das Flussbett in einen die Stadt durchziehenden Park mit Grünflächen, Kultur und Freizeitstätten zu verwandeln. Dieser wurde im Jahr 1986 fertiggestellt und ist nun der größte Stadtpark Spaniens.

Der an El Ensanche angrenzende Abschnitt des Flussbettes ist einer der schönsten. Der Entwurf dieses Abschnitts stammt vom Architekten Ricardo Bofill und beinhaltet einen großen Teich, der die historische Brücke Pont de la Mar aus dem Jahr 1591 umgibt und kennzeichnet sich durch Orangenbäume, Springbrunnen und die eindrucksvolle Fontäne vor dem Palau de la Música. Der Musikpalast ist ein weiteres Monument der Stadt und zugleich das Auditorium und Standort des valencianischen Orchesters, in welchem in regelmäßigen Abständen Musikveranstaltungen, Ausstellungen und Kongresse stattfinden. Während der Sommermonate wird hier die Filmoteca d’Estiu abgehalten, ein Open-Air-Kino mit einer riesigen Leinwand, in dem sowohl Neuheiten als auch Filmklassiker aufgeführt werden.

Wie bereits erwähnt zeichnet sich die Gegend durch eine große Anzahl an modernistischen und herrschaftlichen Häusern aus. Der modernistische Wiener Sezession-Stil dominiert die Architektur dieses Viertels vor, aber Sie können gleichzeitig vereinzelt einige Beispiele aus den Epochen des Rationalismuses, der Neugotik, des Eklektizismuses und des Jugendstils vorfinden. Ohne es zu merken, ist man hier von einer Fülle an einzigartigen historischen Gebäuden umgeben: auf der Calle Sorní befinden sich das Dragones und das Cortina-Gebäude, an derPlaza de Cánovas sticht das Chapa-Gebäude mit seiner konkaven Form heraus und in der Calle Cirilo Amorós steht das Ferrer… eine Vielfalt von architektonischen Beispielen, die die Eleganz und den guten Geschmack Valencias unterstreichen.

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