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Abastos – Gran Vía Fernando el Católico

Die Gran Vía Fernando el Católico ist eine traditionelle zweispurige Allee im Zentrum von Valencia und verbindet die zentral gelegene Plaza de España, entlang des historischen Flussbettes des Turia, mit kleineren Parkflächen und den Nordwesten der Stadt. Das angrenzende Viertel trägt den Namen Extramurs und verläuft entlang des ehemaligen Schutzwalles der Stadt, der damals den Kern der Altstadt umschloss. Die Torres de Quart, die das Viertel von der Altstadt abgrenzten, fungierten hier bis 1865 als Eingangspforten zur Innenstadt.

Das an die Straße angrenzende Gebiet zeugt größtenteils von Wohlstand. Der Großteil des Viertels entstand während der Erweiterung der Stadt im späten 19. Jahrhundert, wobei die Form hier etwas unregelmäßiger ist, als beispielsweise in der Umgebung um die Gran Vía Marqués del Turia. Nichtsdestotrotz findet man hier breit angelegte Straßen, die mit vielen Bäume und eine Fülle von Geschäften gesäumt sind. Das Viertel verfügt über alle nötigen Annehmlichkeiten und befindet sich in nächster Nähe zum Stadtzentrum, ein erstklassiges Geschäftsviertel von Valencia. In diesem Viertel liegen gute Schulen und hervorragende Verkehrsanbindungen zu den anderen Vierteln und Außenbezirken der Stadt sind anzutreffen. Neben zahlreichen Buslinien verteilen sich diverse Metrostationen über das Viertel hinweg und am nordöstlichsten Punkt des Viertels befindet sich die Estación del Norte. Diese ist der Hauptbahnhof der Stadt. Der Name bezieht sich hierbei nicht auf die geographische Lage des Bahnhofes, denn so müsste sie Estación central genannt werden, sondern auf das Unternehmen, das für dessen Bau verantwortlich gewesen ist (Ferrocarriles del Norte). Das vom Architekten Demetrio Ribes entworfene Gebäude weist die modernistischen Züge der Wiener Künstlerabspaltung auf und entwickelte sich mit der Zeit zu einem Wahrzeichen der Stadt, dessen Nutzung nie auf die der reinen architektonischen Verzierung beschränkt wurde. So verkehren hier neben regionalen Streckenverbindungen in die gesamte valencianische Provinz regelmäßig Hochgeschwindigkeitslinien nach Madrid und Barcelona.

Die ehemalige Markthalle (mercado de Abastos) von Valencia ist eines der wichtigsten Gebäude des Viertels Extramurs. Wie der Name bereits vermuten lässt, handelte es sich hierbei um eine für die Lieferung von Handelswaren entworfene Halle, welche in den 40er Jahren erbaut wurde. Durch das Wachstum der Stadt lag die Markthalle mit der Zeit zu zentral in der Stadt, weshalb die Anlieferung der Güter schließlich in den Außenbereich der Stadt verlegt wurde. Heute dient das Gebäude, das zwischen den 70er und 80er Jahren leerstand und anschließend restauriert wurde, wobei der örtlich vorherrschende Barrockstil aufrecht erhalten wurde, als öffentliche Sport- und Kultureinrichtung.

Der botanische Garten von Valencia liegt zwischen der Gran Vía Fernando el Católico, der Calle Quart und dem Paseo de la Petxina (dem ehemaligen Flussbett). Der Park wurde im Jahr 1567 eröffnet und ist der viertälteste Garten der Welt, übertroffen lediglich von jenen in Pisa, Padua und Florenz. Innerhalb seiner Mauern findet man einen natürlichen Zufluchtsort inmitten der Innenstadt vor, in dem man umgeben von einer Fülle von verschiedenen Pflanzen aus aller Welt die Natur nicht nur genießen, sondern auch etwas über sie lernen kann. Ein Spaziergang durch den Botanischen Garten führt unter anderem an einigen der ältesten Palmen Europas vorbei.

Das IVAM, Instituto Valenciano de Arte Moderno (Institut für Moderne Kunst der Stadt Valencia), gehört zwar technisch gesehen zur Altstadt, grenzt jedoch direkt, unweit der Torres de Quart, an das Viertel Extramurs an. Bei seiner Entstehung war das Institut das erste Museum in Spanien, welches sich ausschließlich der zeitgenössischen Kunst widmete. Auch heute bleibt das Museum eines der wichtigsten Institutionen der Stadt und beherbergt, neben einer ständigen Ausstellung von rund 10.000 Werken, auch regelmäßig wechselnde Ausstellungen der renommiertesten Künstler des 20. Jahrhunderts.

Ein weiteres herausragendes Gebäude des Viertels Extramurs ist die im Südosten gelegene Finca Roja. Das Gebäude befindet sich in der Calle Jesus und wurde von Enrique Viedma Vidal im Stil des Rationalismus und Expressionismus der Amsterdamer Schule entworfen. Mit seinem kräftigen Rotton schafft das Gebäude einen eindrucksvollen Kontrast in der Architekturlandschaft des Viertels.

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